Warum ein Friedenspreis für die österreichische Jugend?

Täglich werden wir in den Medien mit Menschen konfrontiert, die vor kriegerischen Auseinandersetzungen flüchten und um ihr Leben fürchten müssen. In Österreich leben wir in Frieden. Wir leben in einem Land, in dem Glaubens- und Meinungsfreiheit und ein hohes Maß an Zufriedenheit herrschen. Doch das war nicht immer so!
2018 feiern wir das Ende des 1. Weltkriegs zum 100. Mal – der 2. Weltkrieg endete vor 73 Jahren. Sieben Jahre lang war Österreich damals durch die Verbrechen des Nationalsozialismus und einen schrecklichen Krieg geprägt. Hass, Verfolgung, Terror und Elend standen auf der Tagesordnung. Im Gedenken an diese Zeit wird deutlich: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, auch nicht in Österreich.
Um uns allen ein friedvolles Miteinander zu ermöglichen ist die Auseinandersetzung mit dem Thema auch heute sehr wichtig.
Frieden beginnt in uns selbst und muss jeden Tag neu gestaltet werden, denn er ist mehr als die bloße Abwesenheit von Krieg. Es geht um eine aktive Auseinandersetzung, wie wir in gegenseitigem Respekt und Harmonie miteinander leben können.

Die Jugend ist gefragt!

Wir wollen den Frieden fördern und für unsere Zukunft sichern. Wer könnte das besser als die Jugend selbst? Wir trauen unserer Jugend zu, ihre Zukunft zu gestalten und fordern auf, Strategien und Ideen zu einem friedvollen Miteinander einzureichen. Frieden ist ein Prozess, zu dem wir alle beitragen, er beginnt in unserem Denken und formt sich in unserem Handeln! Die österreichische Jugend soll durch den Friedenspreis dazu angeregt werden, sich aktiv mit ihrer Rolle auseinanderzusetzen.

„Was kann ich zum Frieden beitragen und wen interessiert es überhaupt, was ich dazu zu sagen habe?“ UNS interessiert es, denn eure Meinung ist uns wichtig!

Beim Österreichischen Jugend-Friedenspreis geht es sowohl um gedankliche Auseinandersetzung als auch um konkrete Aktionen. Wir wollen das kreative und schöpferische Potenzial unserer Jugend kennenlernen und sind gespannt auf eure Projekte! Nach Durchsicht aller Einreichungen werden ausgewählte Friedensprojekte bei einer feierlichen Preisverleihung prämiert.

Frische Ideen für das Land

„Man darf den Jugendlichen und Kindern ruhig etwas zutrauen. Man muss sie in die Entwicklung für ihre Zukunft einbinden. Denn wer kann besser einschätzen, wie man den Frieden in Zukunft sichern kann, als die zukünftigen Generationen? Wenn ich selbst etwas entworfen oder mitgestaltet habe, dann fällt es mir natürlich auch leichter, mich daran zu halten. Wieso also nicht einfach direkt die Jugend selbst fragen?“ klärt Mag.a Tanja Wehsely, Vorstandsmitglied der Social City Wien, Gemeinderätin und Obfrau des Vereins Wiener Jugendzentren, als Initiatorin über die Idee des Projektes auf. Die Jugend soll die Chance erhalten, Ideen für dieses Vorhaben einzubringen, um ihre gemeinsame Lebenswelt für die Zukunft mitzuformen.

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BIS ZUM FRIEDENSPREIS 2018
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